Gegründet wurde Lucifer bereits 1971 in Hannover von den Urbandmitgliedern Armin Hunte (Vocals), Erol Süleymann (Gitarre), Wolfgang Lüder (Bass), Wolfgang Roudonat (Drums) und Norbert Warszawski (Querflöte).
  Stilistisch orientierte sich Lucifer am typischen Rockstil der frühen 70er Jahre mit langen Improvisationen und endlosen Solopassagen. So tingelte Lucifer über die Bühnen in Hannover und dem Umland und traf dort oft auf andere Bands dieser Zeit wie Désirée, Guru Guru, Omega oder den Scorpions. Unvergessen bleiben die Bilder aus dieser Zeit, wie das vom jungen Michael Schenker mit gebrochenem Arm 'live on stage'. Aus dem Gips lukte gerade 'mal das Plek heraus.
  So erspielte sich Lucifer im Laufe der Zeit langsam einen Namen. Einen besonderen Rückschlag brachte jedoch das Jahr 1981. Langfinger hatten damals die Übungsräume im UJZ Glocksee ratzekahl leergeräumt. Hiervon war auch Lucifer einschneidend betroffen. Einige Gigs in Norddeutschland und England, die schon fest gebucht waren, fielen somit in Wasser.
  Inzwischen hatte sich auch das Besetzungskarusell gedreht. Axel Garske spielte inzwischen die Gitarre und Hansi Quetschke bediente den Bass. Auch war Norberts Querflöte durch Keyboards ersetzt worden, die Armin zusätzlich zu den Vocals bediente.
In dieser Formation ging's dann 1982 auch ins Studio, um die LP 'Bloody Weekend' aufzunehmen. "Hard Rock mit einem Schuss Schwermut" beurteilte damals die örtliche Presse das Werk. Mit dem Song 'Behind My Door' landete Lucifer sogar einen Erfolg in der Hitparade der DDR. Der Band ist es bis heute allerdings schleierhaft, wie die LP den 'eisernen Vorhang' überwunden hat.
  Anfang der 90er Jahr drehte sich das Besetzungskarusell wiederum. Oliver Brand spielte zwischenzeitlich die Gitarre und Carsten Curz, der von der Bielefelder Heavy Metal Band 'Stainless Steel' zu Lucifer stieß, übernahm den Bass.
  Auch diese Formation war nicht von langer Dauer. Olivers Aufenthalt bei Lucifer war nur ein kurzes Zwischenspiel, so dass auf Axel Garske an der Gitarre zurück gegriffen wurde. Carsten musste 1997 aus beruflichen Gründen die Stadt wechseln und verließ somit Lucifer. Seinen Job übernahm Stefan Müntz.
  Ebenfalls 1997 stieß Jürgen Horch zu Lucifer und übernahm die Gitarren-Arbeit. Jürgens Wurzeln lagen eigentlich mehr in ruhigen Folk-Ecke. So war er lange Zeit mit einem Freund als Duett durch die Bars gezogen. Zwischenzeitlich hatte er sich fast schon auf's Altenteil zurück- gezogen und spielte zuhause nur noch seinem Kanarienvogel vor. Gott sei Dank hat er sich nochmal aufgerafft und beweist bei Lucifer, dass er auch die häftigeren Töne par excellence beherrscht.
Im September 1999 stieß Andreas Aldag, der von der hannoverschen Rock-Band 'The Bridge' (jetzt 'Behind Closed Doors') kam, zu Lucifer und übernahm den Bass. In dieser Formation ging's ins Studio, um die aktuelle CD 'Keep Your Principles' aufzunehmen.
Im August 2002 erweiterte die Blues-Röhre Henning Strube das Rock-Quartett zum Quintett. Henning übernahm die Lead-Vocal von Armin und besetzte somit die Rolle des Frontman und Shouters, was besonders Live ein voller Zugewinn war.
Das Projekt 'Rock meets Blues' endete jedoch im Sommer 2004 und Henning zog es zu seinen Wurzeln zurück. Ein würdiger Nachfolger war aber schnell gefunden und so ist als letzer Neuzugang Carsten Rückert am Gesang zu verzeichnen. Carsten bringt schon einiges an Erfahrung aus seinen früheren Bands wie 'Different Colors' und 'Mad Sausage', mit den er in Skandinavien sogar 'ne Goldene errungen hat, mit. So wunderte es auch nicht weiter, dass Big C auch die Zusammenarbeit mit Oliver Brand nicht unbekannt ist.
  Damit hat Lucifer wieder ein stabiles und kreatives Line-Up gefunden, dass nach neuen Taten und Erfolgen strebt. So stehen aktuelle die ersten Live-Auftritte mit Big C ins Haus. Ebenso wird an einer neuen CD gearbeitet - erste Hörproben sind unter 'Releases' zu finden.

Lucifer - In Rock we Trust!